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Rauhnächte

Rauhnächte, das sind die Tage zwischen den Jahren. Die Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr. Das Sonnenjahr hat 365 Tage, das Mondjahr 12 x 29,5 (im Schnitt) Tage – da bleiben 11 Tage und 12 Nächte übrig. Zwischen Weihnachten und dem 6. Januar, das sind die sogenannten Rauhnächte.

Eine Niemandszeit, in der die Tore zur Ober- & Unterwelt, zu den anderen Dimensionen, offen stehen und sogenannte übersinnliche Erfahrungen erleichtert werden. Es sind dunkle Tage & Nächte, die dunkelste Zeit des Jahres. Dunkel ist notwendige Voraussetzung für Licht, kein Licht ohne Schatten, ohne Dunkel kein Licht. Dunkel und Licht – beides ist wertvoll!

Als Göttin der Rauhnächte gilt die alpenländische Göttin der Anderswelt, Percht. Sie ist die Zwischenreiche, die Seelenführerin, die Anführerin der Wilden Jagd.

Die Wilde Jagd (der Geister, der verstorbenen Seelen, der Wesen der Anderswelt) bricht die in der Mitte der Rauhnächte, zu Silvester, auf. Zu diesem Zeitpunkt steht das Geisterreich offen.

Die Große Mutter bringt das Licht erneut zur Welt. Für jeden Menschen wird in dieser Zeit individuell die Welt errettet, wenn die eigene Zuversicht auf ein Weiterleben, auf einen neuen Zyklus, gewahrt wird.

Vor 3 Jahren gebloggt:

in diesen heiligen nächten ist der übergang zwischen vergangenheit, gegenwart & zukunft sehr dünn, was uns gelegenheit gibt, über vergangenes nachzudenken, es zu verabschieden, zu vergeben, wo nötig. & uns unsere träume für das nächste jahr bewusst zu machen, unseren fokus nach vorn zu richten, unsere zukunft zu gestalten.

“i don’t know”

You are here to experience life, not necessarily explain or understand it. While there is much to know, you may find yourself relieved of egoic arrogance when you can laugh at the fact that you don’t know anything at all, and you only happen to know what you think you know. To think about what you know, is to remember what was once true, and that is a matter of memory, versus a keen awareness rooted in the present moment.

(Matt Kahn)

Meine Wahl

Gesetzt ich verliere dich
und hab dann zu entscheiden
ob ich dich noch ein Mal sehe
und ich weiß:
Das nächste Mal
bringst du mir zehnmal mehr Unglück
und zehnmal weniger Glück

Was würde ich wählen?

Ich wäre sinnlos vor Glück
dich wiederzusehen.

(* Erich Fried *)