Der Weg der Liebe

Die Liebe begegnete dir in der Mitte des Waldes.
«Komm,folge mir», flüsterte die Liebe, «ich werde dich führen.»
DU: «Wohin willst du mich führen?»
«Das wirst du sehen», sagte die Liebe.
DU: «Ich will aber jetzt wissen,wohin du mich führst.«
«Aber das ist ganz unmöglich» sagte die Liebe,
«das liegt nicht in meinem Wesen.«
DU: «Dann kann ich dir nicht folgen.»
«Es ist ein Ort der Freiheit», sagte die Liebe
DU: «Das ist mir zuwenig.«
«Es ist ein Ort des Friedens, des Einsseins,des Teilens.«
DU: «Ja,aber ist er von Dauer?«
«Wenn du diesen Ort erreichst, wird er von Dauer sein,
denn er ist in dir», sagte die Liebe.
«Das ist mir zuwenig», sagtest du und die Liebe wich zurück
und weinte.
DU: «Wie ist der Weg?»
«Abenteuerlich, voller Gefahren, steinig und alles verlangend,
aber solange du mich beschützt, kann ich dich beschützen.»
DU: «Was müsste ich tun?»
«Vertrauen», sagte die Liebe, «ganz-nicht in dich,
nicht in einen Menschen –
in die Liebe selbst – nur sie kennt den Weg.»
DU: «Was sind die Gefahren des Weges?»
«Ach es sind so viele», seufzte die Liebe, «Angst, dich zu verlieren,
Angst, das zu werden, was du bist,
Angst, zurückgestossen zu werden, Angst zu versagen,
das Klammern an vermeintliche Sicherheiten.»
«Warum sollt ich dir trauen?»,
fragtest du. «Weil ich dich liebe», sagte die Liebe.

(c) Lile an Eden, Das Buch des Lebens